
VERARBEITUNGSTIPPS FÜR WEMA - FLÜSSIGTAPETEN
(Bitte vor Beginn der Verarbeitung aufmerksam durchlesen)
- Untergrundbearbeitung
- Unebenheiten von mehr als 2 mm vor Beginn mit geeigneter Spachtelmasse ausgleichen.
- Nachschleifen ist in den meisten Fällen nicht notwendig.
- Fenster,Türen, Treppen nicht abkleben weil der Tiefen / Haftgrund unter die Klebestelle laufen.
- Tiefengrund AkuBon (blauer Kanister) 1 x gleichmäßig und satt auftragen mit der kurzhaarigen Lammfell-Rolle.
In Ecken und Kanten mit dem Malerpinsel auftragen.
- Die berechnete Menge bitte immer komplett verarbeiten.
Haftgrund AkuSand (gelber Kanister) 1 x gleichmäßig und satt auftragen mit der langhaarigen Lammfellrolle.
In Ecken und Kanten mit dem Malerpinsel auftragen. Dabei immer wieder durchrühren.
Wichtig: Der Sand sollte gleichmäßig auf der Wand verteilt sein. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich in den Ecken und Kante (ggf.
nachträglich mit dem Pinsel auftragen) immer ausreichend Sand befindet. Die Rolle deshalb ausreichend oft wieder
eintauchen und den Sand ggf. durch querrollen zusätzlich verteilen.
- Nach jedem Arbeitvorgang die Trocknungszeit von 24 Stunden bitte beachten !!!
- Vorbereitung zur Flüssigtapetenverarbeitung
- Evtl. vorhandene Klebebänder (von der Untergrundbearbeitung) unbedingt entfernen!
- Verwenden Sie zur Verarbeitung des Materials ausschließlich Werkzeug aus Kunststoff.
- Wenn Sie die Tapete erstmalig verarbeiten, sollten Sie zu Beginn:
- nur 1 Beutel in einer Kunststoffwanne anrühren. Dabei bitte die auf dem Beutel angegebene Wassermenge beachten
und ausschl. lauwarmes Wasser verwenden. Geben Sie zuerst das Wasser in den Eimer und dann fügen Sie den Kleister
(liegt im Tapetenbeutel oben auf) hinzu. Rühren Sie die Mischung gut um, bevor Sie das Tapetenmaterial beimischen.
Zum Anrühren bitte auf keinen Fall einen Motorquirl sondern, die Hände benutzen. Die angerührte Tapete sollte vor
der endgültigen Verarbeitung mindestens ca. 30 Min. ziehen und anschließend nochmals gut durchmischen.
Eventuelle Baumwollknoten sollten (am besten bereits in trockenem Zustand) sorgfältig zerrupft werden.
- Auf der Wand eine Fläche von ca. 3,0 - 3,3 qm markieren zur Übung.
- Nun die angerührte Menge so verarbeiten, daß sie für die markierte Wandfläche ausreicht.
- Es ergibt sich dabei automatisch eine Auftragsstärke von ca. 1-2mm
- Beimischung von Glitter
(nur relevant wenn Sie einer fertigen Struktur nach Absprache mit Ihrem WEMA-Fachberater individuell Glitter beimischen)
oder Mischungen herstellen wollen:
- Füllen Sie einen Beutel WEMA - Flüssigtapete in einen großen Plastiksack (z.B. blauen Müllsack). Achten Sie an dieser
Stelle bereits darauf, daß evtl. vorhandene Baumwollknoten sorgfältig zerrupft werden. Mit jedem Beutel Flüssigtapete
vermischen Sie nun den zus. Glimmer (10-20g)mit dem Baumwollmaterial.
In der Regel finden Sie diese Wassermengenangabe pro Beutel Flüssigtapete hinter der Designbezeichnung des Beutels
in Klammern angegeben. Jetzt schütteln Sie die in den Sack umgefüllte Mischung gut durch. Dabei bitte den
Inhalt des Sackes zwischendurch mit der Hand immer wieder durchkneten.
Nun können Sie die Trockenmasse, wie bereits beschrieben, mit Wasser vermischen.
- Wenn Sie ein Gefühl für die Verarbeitung (Auftragsstärke) entwickelt haben, können Sie selbstverständlich auch mehrere
Beutel (Empfehlung: nicht mehr als 3) gleichzeitig anrühren.
- Bitte beachten Sie, daß Sie für 3 Beutel eine Wanne mit ca. 45 Liter Fassungsvermögen benötigen.
- Es empfiehlt sich, zu Beginn grundsätzlich 2 Behälter gleicher Größe parallel anzurühren. Nach Verarbeitung eines Behälters,
dann jeweils gleich wieder neues Material anrühren. Sie ersparen sich unnötige Wartezeiten während das neu angerührte Material jeweils durchzieht.
- Verarbeitung:
- Beachten Sie bitte zusätzlich die Verarbeitungshinweise der einzelnen Produkte auf den Tüten.
siehe Webseite wema-flüssigtapete-mainz.de Verarbeitungs-Tips auch in Bildern
- Beginnen Sie mit den Ecken Kanten und Bodenleisten und arbeiten Sie immer in die Wandmittelfläche. Nun verteilen Sie das Material mit der Glättkelle
gleichmäßig über die Fläche. So als wollten Sie einen Kuchenteig gleichmäßig verstreichen.
- Es empfiehlt sich, eine Ecke auf diese Weise immer in einem Arbeitsgang komplett fertigzustellen. An Decke und Fußboden sollte man jeweils auf
eine Länge von ca. 2m vorarbeiten. Achten Sie darauf, daß Sie auf die beschriebene Weise immer ausreichend Material in die Ecken bringen.
- Nun können Sie beginnen, zwischen den fertigen Randstreifen das Material mit der Glättkelle auf die Wand aufzubringen und gleichmäßig glatt
zu verarbeiten. Die Materialstärke sollte dabei 1-2 mm betragen. Sie ergibt sich durch den AkuSand -Haftgrund fast von selber, in dem Sie immer
gerade eben "kratzfrei" verarbeiten.
- Es ist empfehlenswert, das auf die Wand aufgebrachte Material (1 Kellenfüllung) immer sofort fertig zu verarbeiten.
- Es empfiehlt sich, grundsätzlich von oben nach unten zu arbeiten. Erst die letzten ca. 50 cm verarbeiten Sie von unten nach oben in die bereits
fertige Fläche hinein.
- Das gleiche gilt für den Abschluß einer Wand. Hier verarbeiten Sie ebenfalls die letzten 50 cm entgegen der ursprünglichen Arbeitsrichtung,
aus der jeweiligen Ecke heraus.
- Empfehlung:
Wenn Sie noch über wenig Erfahrung verfügen, sollten Sie nicht unbedingt um die Innenecken herum arbeiten. Verarbeiten Sie
vielmehr an einem Tag nur die jeweils gegenüber liegenden Wände, am anderen Tag (oder später) die jeweils verbleibenden Wände. Auf diese
Weise ergibt sich die Verarbeitung der (Innen-) Ecken von selbst. Sie laufen nicht mehr Gefahr, bei der Verarbeitung einer Wand die (gerade fertige)
andere Wände zu beschädigen.
- Bei Außenecken
ziehen Sie das Material ganz normal auf einer Seite auf und lassen es dabei ca. 2-3 cm über den Rand überstehen. Der seitliche
Überstand ergibt sich ganz automatisch, wenn Sie an der jeweiligen Kante beim Auftragen bzw. beim Glattziehen des Materials, die Kelle vertikal,
das heist von oben nach unten (oder umgekehrt) führen. Lassen Sie die Baumwolle erst mal 2-3 Stunden trocknen so dass sich ein Verbund bilden kann.
Dann sprühen Sie die Fläche mit dem Wäschesprüher nochmals ein. Anschließend legen Sie mit der Glättkelle das überstehende Material einfach um
die Ecke herum. Die anschließende Wand verarbeiten Sie wieder wie gewohnt in das herumgezogenem Material hinein. Auch hier empfiehlt sich, an
der Kante die Kelle wieder vertikal zu führen.
Sollten sich bei der Verarbeitung mit der Glättkelle leichte Schlieren auf der Oberfläche zeigen, so können diese mit der Korrekturkelle
leicht geglättet werden. Die lange Seite der Korrekturkelle streicht dabei immer über die Wand. Die kurze Seite dient lediglich als Arbeitsstütze
- Besonderheiten:
- Dübellöcher die wieder verwendet sollen, markieren Sie am besten vor Verarbeitung der Tapete mit den roten Verschlussclipsen der Tapetenbeutel.
Vorteil: die Clipse sind gegenüber Schrauben, Nägel, o. ä. flexibel. Sie können mit der Kelle problemlos darüber ziehen.
- Dekor-, Abschlußleisten o. ä. sollten grundsätzlich vor der Verarbeitung der Flüssigtapete aufgebracht werden. Als Kleber empfiehlt sich
Silikon (transparent). Diese Leisten sollten unbedingt auch bereits abschließend bearbeitet (z. B. lackiert) sein. Verwenden Sie bitte keine
unbearbeiteten Holz- bzw. sonstige Naturleisten.
- Wenn Sie verschiedene Strukturen nacheinander verarbeiten, achten Sie darauf, daß sich beim ersten Anrühren keine Reste des vorher genutzten
Materials mehr an Werkzeugen, Eimer, etc... befinden.
Bei direkt aneinander grenzenden, unterschiedlichen Strukturen, sollte vor Aufbringung der zweiten Struktur, die erste bereits absolut durchgetrocknet
(fleckenfrei) sein.
- Abschluß
- Normalerweise haben Sie immer einen Teil angerührtes Material übrig. Verstreichen Sie das Material auf einer Plastikplane ca.1/2cm dick und lasse
es trocknen. In einem Beutel aufbewahrt können Sie auch nach Jahren ggf. Reparaturen ausführen. Neues Wasser hinzufügen und Kleister.
- Übrig gebliebene, nicht angebrochene Beutel können Sie, lange aufheben .
- Es empfiehlt sich, mindestens 1 Beutel (je Design) als Reserve trocken und abgedunkelt zu lagern.
- Reparaturen
- Beschädigte Stellen mehrmals hintereinander feucht
machen, (es sollte kein Wasser die Wand herunter laufen)verschmutztes Material entfernen Sie mit einem Löffel dann mit der Glättkelle wieder glatt ziehen.
Größere Reparaturen führen Sie bitte mit dem neuem oder getrocknetem Material aus. Dabei das alte Material an den
betroffenen Stellen entfernen, rundherum einen Streifen von ca. 15 cm mehrfach durchfeuchten und das neue Material in die freie Fläche herein arbeiten.
- Schlußbemerkung
- Sollten Ihnen Fragen zu den Verarbeitungstipps haben, so setzen Sie sich bitte vor Beginn der Verarbeitung mit Ihrem zuständigen Fachberater
in Verbindung und klären diese Unklarheiten ab.
Ihr Fachberater hilft Ihnen gerne
Mit freundlichen Grüßen Ihr WEMA-Fachberater
Stefan Faßnacht Mob.: 0160 / 55 65 267
wema-service-mainz@gmx.de